Von Cocain zu Procain. Zur Geschichte der synthetischen Lokalanästhetika.

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Specificaties

Overige kenmerken
Verpakking breedte
16,8 cm
Verpakking hoogte
2,2 cm
Verpakking lengte
23,8 cm
CE markering
Nee
EAN
9783804747364

Productomschrijving

Cocain war das erste bekannte Lokalanästhetikum. Als äußerst potente Substanz eignet es sich für alle Varianten der Lokalanästhesie - doch im Laufe der Zeit zeigte sich eine hohe Toxizität und ein großes Suchtpotential. Die vorliegende Studie widmet sich der Geschichte der Suche nach Cocain-Ersatzmitteln mit gleichwertigem Betäubungsvermögen und einem besseren Sicherheitsprofil. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Analyse der Entwicklung und Vermarktung synthetischer Lokalanästhetika in vier deutschen pharmazeutischen Unternehmen Bayer, Merck, Hoechst und Schering. Der Untersuchungszeitraum umfasst dabei rund 100 Jahre; von der Entdeckung des Cocains als Lokalanästhetikum 1884 durch Carl Koller (1857-1944) bis in die 1970er-Jahre, in der es dank des modernen molecular modeling zu gezielten Wirkstoffentwicklungen für klar definierte Indikationsgebiete kam. Im Kontrast zur Industrieforschung der genannten Unternehmen steht die Synthese der Fomocaine durch den Hochschullehrer Herbert Oelschläger (1921-2006). Seine Entwicklung begründete eine neue Wirkstoffklasse von Lokalanästhetika und eröffnete zugleich ein neues Forschungsfeld. Als Quellenmaterial für die vorliegende Untersuchung dienten interne und externe Schriftwechsel der genannten Unternehmen und ihrer Forschungspartner, Patentakten, Jahresberichte und Werbematerialien, die detaillierte Einblicke in die Entwicklung und Vermarktung der Wirkstoffe erlaubten. Zugleich spiegeln die Quellen den relevanten Einfluss zeitgeschichtlicher, politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf Einführung und Vertrieb der Substanzen wider. Die Untersuchung der Forschungskooperationen mit Hochschulwissenschaftlern zeigt zudem, den teils aktiven Einfluss auf vermarktungsstrategische Entscheidungen der Unternehmen. Trotz zahlreicher potenter Wirkstoffe ist die Lokalanästhesie auch heute noch ein relevantes Forschungsfeld, das in Form von neuen Indikationsgebieten und der Synthese neuartiger Natriumkanalblocker weiterhin spannende Entwicklungen aufzeigt.Die vorliegende Studie reiht sich in die Arzneimittelgeschichtsschreibung als wichtiges Forschungsfeld der Pharmaziegeschichte ein und verdeutlicht zugleich, dass moderne Arzneistoffforschung auf langfristigen historischen Entwicklungsprozessen beruht.Aus dem Inhalt: Einleitendes Hauptkapitel: Anfänge und Frühgeschichte der LokalanästhesieBegriffsdefinitionen und WirkweiseVarianten der LokalanästhesieEntdeckung und Strukturaufklärung des CocainsSuchtproblematik und Auftakt der Suche nach Cocain Ersatzmitteln Hauptkapitel zur Lokalanästhetika-Entwicklung in vier deutschen pharmazeutischen Unternehmen: Bayer, Merck, Hoechst, Schering Herbert Oelschläger und die Fomocaine

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